Büromarkt Bern
In der Region Bern stieg das Angebot an verfügbaren Büroflächen im Vergleich zum Vorjahr um 6 % und beträgt total 74'200 m2. Die Angebotsquote erhöhte sich innert Jahresfrist leicht von 2.4 % auf 2.5 %. Während der Teilmarkt Mattenhof-Weissenbühl eine Reduktion um 6'000 m2 verzeichnete, waren Zunahmen in Kirchenfeld-Schosshalde (+4'600 m2) und in der Innenstadt (+3'800 m2) messbar. Mit einer tiefen Angebotsquote von 1.0 % bleiben leere Büros im Stadtzentrum eine Ausnahmeerscheinung.
Die Dynamik im Berner Büromarkt hat spürbar zugenommen. Die Versicherungen Vaudoise und Zurich, WSP Ingenieure und Berater, das Amt für Arbeitslosenversicherung Kanton Bern, OPO Oeschger sowie MTF Solutions haben bereits im vergangenen Jahr Büroräumlichkeiten im Neubauprojekt Bern 131 bezogen. Nun gab die SRG bekannt, per Ende 2026 ihren Hauptsitz an der Giacomettistrasse in Bern aufzugeben und an die Schwarztorstrasse zu verlagern.
Auch bei der Bundesverwaltung stehen diverse Umzüge an: Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) bezieht ein saniertes Gebäude an der Mühlestrasse 2 in Ittigen und gibt zwei Standorte an der Worblentalstrasse 68 in Ittigen und an der Monbijoustrasse 40 in Bern auf. Während für das erste Gebäude nach dem Auszug eine Umnutzung angestrebt wird, soll das zweite Objekt zukünftig der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung Raum bieten.
Nach dem Bezug des neuen Standorts der BLS am Europaplatz wurde das vorherige Gebäude am Bollwerk saniert und soll zukünftig der eidgenössischen Finanzverwaltung und dem Generalsekretariat des Finanzdepartements als Arbeitsplatz dienen. Das VBS plant, dieses Jahr in einen Neubau am Guisanplatz zu ziehen. Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll zudem das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) einen Neubau in Zollikofen beziehen, wo die letzte Etappe des Verwaltungszentrums fertiggestellt wird.
Seit 2016 entstanden in Bern durchschnittlich 15’000 m2 neue Büroflächen pro Jahr. Von 2026 bis 2028 wird die Bautätigkeit sogar mehr als doppelt so hoch ausfallen. Auch wenn bereits viele dieser neuen Flächen vorvermietet sind, ist dennoch davon auszugehen, dass es zukünftig mehr Leerstände geben wird.
Laden Sie hier die Studie „Büromarkt Schweiz 2026" herunter, einschliesslich weiterer Informationen über den Büromarkt Bern.