Hamburgs Büromarkt schwächelt noch bei mittleren Größen
HAMBURG, 10. April 2026 – Der Hamburger Bürovermietungsmarkt ist eher verhalten ins Jahr gestartet und hat mit 98.800 m² Flächenumsatz zum zweiten Mal in den vergangenen zehn Jahren die Marke von 100.000 m² verfehlt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 25 Prozent. Im gleichen Maß wurde der Zehnjahresschnitt unterboten. Auch die Zahl der Vermietungen sank im Vergleich zum ersten Quartal 2025 – jedoch nur um zehn Prozent auf 123.
Alexander von Bülow, Niederlassungsleiter und Senior Team Leader Office Leasing JLL Hamburg: „Der Rückgang ist vor allem auf weniger Abschlüsse in den drei Größenklassen zwischen 1.000 m² und 10.000 m² zurückzuführen. Hier fehlen zusammengerechnet neun Anmietungen mit insgesamt knapp 30.000 m² - vor allem in der Kategorie zwischen 2.500 m² und 5.000 m² mit einem Minus von 14.900 m².“ Großabschlüsse zeigten sich mit einer Transaktion über 13.000 m² nahezu identisch zum Vorjahr. Es handelt sich um den Neubau der MSC-Deutschlandzentrale in der Stockmeyerstraße im Teilmarkt HafenCity. Die nächstgrößeren Einzelanmietungen entfallen auf die Teilmärkte City Süd (Kernbereich), Altona-Ottensen-Bahrenfeld, Bergedorf und zweimal auf St. Pauli.
Zwar war die Branche Transport, Verkehr und Lagerhaltung unter anderem durch den MSC-Abschluss mit insgesamt 18.300 m² die flächenstärkste, doch EDV- und unternehmensbezogene Dienstleister erzeugten mit 14 beziehungsweise 19 die meiste Dynamik nach Abschlüssen. Bislang passiv war derweil die öffentliche Verwaltung.
Um deutliche 150 Basispunkte stieg derweil die Leerstandsquote binnen eines Jahres auf 6,9 Prozent. Insbesondere im Kernbereich der City Süd (11,9 Prozent), der City Nord (10,8 Prozent) und in der HafenCity (10,1 Prozent) sind zahlreiche Quadratmeter verfügbar. Dabei stieg die Quote in nahezu allen Teilmärkten an.
Nach dem Sprung um fünf Euro vom dritten auf das vierte Quartal 2025 hat die Bürospitzenmiete erstmal wieder eine Pause eingelegt und rangiert wie zum Ende des Vorjahres bei 41 Euro. „Auch im laufenden Jahr wird sich die Preisschraube erneut drehen, aber nur verhalten auf voraussichtlich 42 Euro“, erwartet Alexander von Bülow.
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