Büromarkt Genf
Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Büro-Angebotsquote in der Region Genf auf 6.6 % (Ende 2024: 6.2 %). Selbst die Innenstadt (CBD) verzeichnete eine Leerstandszunahme auf insgesamt 53'300 m2 (+12’900 m2). Die Angebotsquoten in den Teilmärkten CBD rechtes Ufer/Hauptbahnhof (4.9 %) und CBD linkes Ufer/Altstadt (5.5 %) stiegen dementsprechend gegenüber dem Vorjahr teils deutlich an (2.7 % bzw. 4.7 %). Grund für diese Zunahmen war einerseits die Freigabe von Flächen durch grosse Einzelmieter wie beispielsweise SGS und andererseits Büros, welche nach Renovationen wieder auf den Markt gelangten.
Bei wenigen Vermietungen waren Spitzenmieten bis CHF 1’030 pro m2 und Jahr zu beobachten (+6 % gegenüber 2024). Dieser Trend trifft jedoch nicht generell zu, denn in der Breite blieben die Mietpreise in allen Teilmärkten stabil. In Anbetracht der aktuellen Angebotsdynamik scheint ein zukünftiger Rückgang des Mietniveaus möglich.
Die Verlagerung des Hauptsitzes der Pictet Group in das neue Hochhaus in Acacias führt zu wesentlichen Veränderungen im Teilmarkt La Praille/Acacias/Lancy. Durch die Konsolidierung der Geschäftstätigkeiten im neuen Campus werden Büroflächen der alten Standorte frei; entsprechend steigt die Angebotsquote per Ende 2025 auf 6.8 % (2024: 5.0 %). Trotz des höheren Leerstands bleiben insbesondere die für grosse Finanzinstitute erstellten Gebäude in aufstrebenden Stadtteilen wie PAV und Pont-Rouge attraktiv.
Der Trend in Genf, Standorte in modernen Gebäuden zusammenzulegen, eröffnet zudem auch neue Möglichkeiten. Frei gewordene Flächen können zeitnah und vorübergehend vermietet werden, wie dies beispielsweise in der Rue de la Gabelle 1 (12'000 m2) erfolgt ist.
Entlang der Route des Acacias startete der Bau des Projekts Étoile 1, welches ein Bestandteil des ambitionierten Stadtentwicklungsperimeters PAV ist und bis 2029 fertiggestellt sein soll. Étoile 1 umfasst ein 28 Stockwerke grosses Hochhaus sowie zwei 9-stöckige Gebäude und wird neben weiteren Nutzungen rund 4'500 m2 Bürofläche bieten.
Die Menge der geplanten Büroflächen fällt geringer aus als noch vor einem Jahr erwartet, weil mehrere Grossprojekte überarbeitet wurden. Beim Vorhaben Passage Morillons beispielsweise entsteht anstatt Büros ein Aparthotel. Die Nachfrage nach neuen, zertifizierten Flächen bleibt jedoch solide, auch an peripheren Lagen. Trotz überarbeiteter Zeitpläne werden viele Projekte im ursprünglichen Rahmen realisiert. Sowohl Entwickler als auch Nutzer agieren zuversichtlich und orientieren sich an den robusten Rahmenbedingungen des Genfer Wirtschaftszentrums.
Laden Sie hier die Studie „Büromarkt Schweiz 2026" herunter, einschliesslich weiterer Informationen über den Büromarkt Genf.