Flächenumsatz mit Leipziger Büros schrumpft deutlich
LEIPZIG, 20. Januar 2026 – Der Leipziger Büromarkt hat 2025 ein schwaches Vermietungsergebnis erzielt. In Summe wurden 127 Mietverträge mit einem Flächenumsatz von 82.800 m² gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um ein Viertel bei den Abschlüssen und ein Drittel beim Flächenumsatz. Im Vergleich zum Fünfjahresschnitt fällt der Umsatzrückgang mit 41 Prozent noch deutlicher aus.
Die Nachfrage fokussierte sich auf kleinere Flächen bis 500 m², auf die mehr als zwei Drittel aller Abschlüsse entfielen. Dafür waren großvolumige Abschlüsse selten. Lediglich zwei Anmietungen lagen oberhalb der 5.000-m²-Marke: Deloitte mit 8.000 m² im Ostforum, Prager Straße 30 a-d und die Deutsche Bahn mit 5.800 m² in der Sachsenseite 2.
„Viele Unternehmen halten sich aktuell aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit mit größeren Mietentscheidungen zurück. Zudem hapert es aber auch an der Flächenverfügbarkeit. Moderne, zertifizierte Flächen in der Innenstadt sind in Leipzig Mangelware“, analysiert Anja Schuhmann, Niederlassungsleiterin JLL Berlin und Leipzig. Daher weichen die Unternehmen auf angrenzende Teilmärkte wie den Äußeren City-Ring aus. Dort sei im Gegensatz zur City noch Platz für Neubauten wie beispielsweise dem Ostforum.
Ein Drittel des Gesamtflächenumsatzes entfiel 2025 auf den Äußeren City-Ring. Die Teilmärkte City, Nordost und das Graphische Viertel folgen mit deutlichem Abstand. Schuhmann rechnet damit, dass sich dieser Trend fortsetzen wird: „Wir sehen in unserer Pipeline mehrere Gesuche sowie bereits fortgeschrittene Mietvertragsverhandlungen, die sich auf den Äußeren City-Ring fokussieren.“
Die vermehrten Abschlüsse abseits der Toplagen haben dafür gesorgt, dass die Durchschnittsmiete zuletzt stärker gestiegen ist als die Spitzenmiete. Im gewichteten Mittel liegt die Leipziger Büromiete bei rund 16 Euro/m², knapp ein Euro mehr als vor einem Jahr. Die Spitzenmiete hat im gleichen Zeitraum um 0,50 Euro auf 21,50 Euro/m² zugelegt.
Der Leerstand ist auf 5,9 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent) gestiegen. Im Vergleich zu anderen Metropolen ist das zwar niedrig, für Leipziger Verhältnisse wiederum ungewohnt hoch. „Die Vermieter mussten sich lange Zeit um eine Nachvermietung keine großen Sorgen machen. Das hat sich mittlerweile geändert. Insbesondere im Graphischen Viertel gibt es viele Bürogebäude aus den 1990er Jahren. Bislang scheuen sich die Vermieter bei Auszug des Mieters, die Flächen zu modernisieren und versuchen es, über den Preis zu regulieren. Diese Strategie wird auf mittlere Sicht aber nicht aufgehen“, sagt Schuhmann.
Die gut gefüllte Pipeline sollte 2026 für einen spürbar höheren Flächenumsatz sorgen. Bei der Spitzenmiete rechnet sie mit einer Seitwärtsbewegung.
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