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JLL unterstützte die Immobiliengruppe Rhein-Neckar (IGRN) bei der erfolgreichen Zusammenführung ihrer Tochterunternehmen an einem zentralen Standort in der Mannheimer Maximilianstraße. Das Team von Tenant Representation fand für die Unternehmensgruppe einen strategisch optimalen Standort – mit rund 3.700 m² eine außergewöhnlich große, zusammenhängende Büroflächenlösung in der Mannheimer Oststadt, die damit ideale Voraussetzungen für die Zusammenführung des gesamten Unternehmensverbunds bot.

Konsolidierungsbedarf: Zehn Gesellschaften suchen gemeinsamen Standort

Die Immobiliengruppe Rhein-Neckar ist ein regional verankertes Immobilienunternehmen, das unter dem Dach der Muttergesellschaft Familienheim Rhein-Neckar eG mit den Tochtergesellschaften Treubau Verwaltung GmbH, TREUREAL Property Management GmbH, TREUREAL Gebäudeservice GmbH, BfW Bank für Wohnungswirtschaft AG, IGSP GmbH, GEWOMAX GmbH, MVDI GmbH, IFH Immobiliengesellschaft Familienheim Rhein-Neckar GmbH und SEG Rhein-Neckar AG ein breites Spektrum immobilienwirtschaftlicher Dienstleistungen abdeckt. Als mittelständische Unternehmensgruppe mit rund 1.200 Mitarbeitenden ist die IGRN in der deutschlandweit in den Bereichen Immobilienverwaltung, Immobilienfinanzierung, Immobilienversicherung und Energieversorgung der Wohnungswirtschaft deutschlandweit tätig. In der Metropolregion Rhein-Neckar beschäftigt die IGRN ca. 200 Mitarbeitende.

Als wachsender Unternehmensverbund stand die IGRN vor einer Herausforderung, vor der mittelständische Firmengruppen häufig stehen: der optimalen räumlichen Organisation verschiedener Geschäftsbereiche, die bisher an unterschiedlichen Standorten mit bis zu 15 Fahrminuten Entfernung voneinander untergebracht waren.

Die Lösung lag in der Konsolidierung aller Tochterunternehmen an einem neuen, gemeinsamen Standort im Großraum Mannheims, um operative Effizienz und interne Zusammenarbeit zu fördern. Der neue Firmensitz sollte dabei das Unternehmensimage authentisch widerspiegeln und gleichzeitig der sozialen Verantwortung der Gruppe entsprechen.

Wichtig war der IGRN, dass alle Tochterunternehmen und Abteilungen berücksichtigt wurden. Besondere Herausforderungen ergaben sich durch die begrenzte Verfügbarkeit geeigneter Büroflächen in bevorzugten Lagen Mannheims und den Zeitdruck für eine kurzfristige Umsetzung, weshalb Projektentwicklungen nicht infrage kamen.

Umfassende Marktanalyse und durchgängiger Tenant Representation-Prozess

Unsere Tenant Representation-Expert:innen entwickelten gemeinsam mit der IGRN eine umfassende Standortstrategie und analysierten systematisch alle Optionen in der Metropolregion Rhein-Neckar. Das JLL-Team fungierte dabei als zentrale Schnittstelle, die den gesamten Prozess – von der Zielsetzung über die Strategieentwicklung, Marktanalyse, Wirtschaftlichkeitsvergleiche und Besichtigungstermine bis hin zur finalen Mietverhandlung und Aufbereitung interner Entscheidungsunterlagen – koordinierte. Damit übernahm JLL nicht nur die klassische Standortsuche, sondern verantwortete den gesamten Tenant Representation-Prozess – als zentrale Schnittstelle zwischen Management, Tochtergesellschaften und externen Beratern.

Die besondere Aufgabe bestand darin, die vielfältigen und teils unterschiedlichen Interessen der Projektbeteiligten – von den Leitern der Tochterunternehmen über IT-Vertreter bis zum Aufsichtsrat – abzuwägen und mit den Anforderungen externer Juristen und Planer in Einklang zu bringen.

Als der zunächst favorisierte Standort kurzfristig nicht verfügbar war, entwickelte JLL alternative Lösungsansätze. Die intensive Marktbearbeitung führte schließlich zur Maximilianstraße 1 in sehr guter Mannheimer Oststadt-Lage, wo durch den Auszug einer Einheit im Erdgeschoss ausreichend zusammenhängende Flächen verfügbar wurden – eine Lösung, die sich für die Ziele der IGRN als optimal erwies: Das Objekt überzeugte durch seine verkehrstechnisch optimale Lage, großzügige Parkmöglichkeiten und den repräsentativen und zugleich dezent-eleganten Eingangsbereich. Zusätzliche Vorteile bieten die Möglichkeit zur Mitnutzung der Vermieter-Kantine sowie eine kompakte, schön angelegte Terrasse für Pausen im Freien. Das Gebäude wurde von der IGRN im Ist‑Zustand übernommen und anschließend aufwändig ausgebaut, sodass die neuen Flächen die Anforderungen aller Tochtergesellschaften optimal erfüllen.

Koordination komplexer Anforderungen aller Tochterunternehmen

In enger Abstimmung mit allen Projektbeteiligten – von den Leitern der verschiedenen Tochterunternehmen über IT-Vertreter bis zum Aufsichtsrat – koordinierte das JLL-Team die komplexen Anforderungen des Gruppenverbunds und formte daraus eine gemeinsame Strategie: Vision „Neue Heimat“.

Parallel zur Immobiliensuche band JLL einen Workplace-Berater der aconsea (IGRN-Partner) in das Projektteam ein, um moderne Arbeitsstrukturen für die IGRN zu entwickeln und den Übergang von den bisherigen, traditionell organisierten Büroumgebungen zu zeitgemäßen, kollaborativen Arbeitswelten zu gestalten. Unser interdisziplinärer Ansatz umfasste die projektbegleitende Zusammenarbeit mit externen Juristen und Planern. JLL übernahm zudem die Verhandlungen mit der INTER Versicherungsgruppe als Eigentümerin des Gebäudes, sicherte der IGRN wirtschaftlich attraktive Konditionen für die Anmietung der 3.700 m² Bürofläche und übernahm später beim Ausbau die reibungslose Abstimmung aller Gewerke.

Erfolgreiche Realisierung der Vision "Neue Heimat"

Mit dem Abschluss im November 2024 konnte die IGRN ihre Vision „Neue Heimat“ (in Anlehnung an den früheren Unternehmensnamen der Muttergesellschaft Familienheim Rhein-Neckar) realisieren. Der Umzug erfolgte planmäßig im September 2025. Das ca. 5.000 m² große Bürogebäude in sehr guter Mannheimer Lage bietet optimale Voraussetzungen für die gewünschten Synergieeffekte. Der Single-Tenant-Charakter schafft Raum für Wachstum: mit seiner Größe und Struktur unterstützt das großzügige gemeinsame Büro die neue Form der Zusammenarbeit innerhalb des Verbunds – ein Schlüsselziel der Konsolidierungsstrategie.

Die von JLL begleitete Lösung schafft nachhaltigen Mehrwert – für alle Beteiligten: Die IGRN profitiert von gestärkter Gruppenidentität, effizienteren Abläufen und moderner Arbeitsumgebung, die Eigentümerin von langfristiger Vermietungssicherheit – und der Standort Mannheim von der Ansiedlung eines renommierten regionalen Immobilienakteurs. „Viele Unternehmensgruppen stehen vor der Aufgabe, Wachstum und Zusammenarbeit räumlich neu zu gestalten. Die IGRN zeigt, wie strategische Standortentscheidungen Identität schaffen – nicht nur Fläche“, erklärt Konstantinos Krikelis, Metro Lead Office Leasing & Investment Rhein‑Neckar. „Das Projekt verdeutlicht, wie eine strategische Standortberatung in Kombination mit einem konsequent gesteuerten Tenant Representation‑Prozess nachhaltige wirtschaftliche, organisatorische und kulturelle Mehrwerte für Unternehmen schaffen kann.“

„Die Konsolidierung unserer Standorte war ein entscheidender Schritt in der Weiterentwicklung des Unternehmensverbunds. Dank der strategischen Unterstützung von JLL konnten wir eine Lösung realisieren, die unsere Werte und unsere Zukunftsorientierung widerspiegelt“, betont Prof. Dr. Thomas Glatte, Vorstandsvorsitzender der IGRN. Dass Projekte dieser Größenordnung durch eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit effizienter und erfolgreicher verlaufen, unterstreicht auch Krikelis: „Die enge Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Glatte und der IGRN war ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gemeinsam konnten wir komplexe Entscheidungen schnell und gezielt treffen – diese vertrauensvolle Partnerschaft hat das Projekt maßgeblich geprägt – und machte den Erfolg möglich.“